Mantrailing Prüfung in Bad Friedrichshall

Am letzten Wochenende fand in Bad Friedrichshall eine Prüfung für Spurfindehunde (Mantrailer) des Bundesverbandes Rettungshunde e.V. (BRH) statt.

Drei Teilnehmer aus drei BRH Staffeln hatten sich dazu angemeldet. Ulrike Gehner, Mitglied der BRH RHS Warendorf aus Bielefeld stellte dabei ihren dreijährigen Bloodhound "Lola" zum ersten Mal zu dieser Prüfung vor. Leistungrichterin war Susanne Tissmer. Bei dieser besonderen Suchart suchen die Hunde anhand eines Geruchsträgers der vermissten Person deren Spur und verfolgen diese bis zum Auffinden der Person. Sie werden dabei an einem Geschirr und einer ca 10 m langen Leine geführt. Die Spuren können Stunden bis Tage alt sein und auch durch bebautes und städtisches Gebiet verfolgt werden. Das Bestehen der insgesamt drei Prüfungsteile erlaubt es den Hundeführern, ihre Tiere zum Auffinden von Vermissten entsprechend den Vorgaben des Qualitätshandbuches des BRH`s einzusetzen. Zunächst musste anhand eines Geruchträgers überprüft werden, ob die betreffende Person sich an der vorgegebenen Stelle aufgehalten hatte oder sogar ein kurzes stück davon weggegangen war, um dann mit einemvollständig geschlossenen Auto abgeholt zu werden. Dabei wird die Fähigkeit des Teams überprüft, das Ende einer Spur oder einen falschen Ansatz aufzuzeigen. Alle drei Hunde meisterten diesen Prüfungsteil mit Bravour. Als nächstes musste anhand einer 1000-1200m lange 12-20 Stunden alte Spur in unbebeauten Gebiet eine vermisste unbekannte Person aufgefunden werden. Ulrike Gehner und Lola konnten trotz Dauerregens und einsetzender Dämmerung auch diesen Prüfungsteil erfolgreich meistern und erhielten damit die Zulassung zum dritten Prüfungsteil am nächsten Tag. Jochen Bendig aus Tübingen mit Labrador-Hündin Arwen hattte bereits letztes Jahr alle Pürfungen abgelegt und musste daher in diesem Jahr nur mit diesem Prüfungsteil sein unverändert hohes Leistungsniveau bestätigen, was beiden auch gelang. Die dritte Teilnehmerin konnte die Suche leider nicht erfolgreich abschließen. Am Sonntag musste die Bielefelderin mit ihrem Hund erneut eine vermisste Person auffinden, die diesmal am Ende einer wieder gut 1 km langen, 2-8h alten Spur mit zwei weiteren unbeteiligten Personen aufzufinden war. Auch diese Aufgabe meisterten die beiden ohne Schwierigkeiten und haben nun die Erlaubnis erhalten, bei Vermisstenfällen die Suche zu unterstützen. In Deutschland sind Ulrike Gehner und Jochen Bendig bisher die einzigen beiden Teams, die die Prüfung des Bundesverbandes Rettungshunde e.V.(ca. 70 Mitgliedsstaffeln in ganz Deutschland) erfolgreich ablegen konnten. Die anspruchsvolle Prüfungsordnung sichert die Qualität der eingesetzten Teams, da im Ernstfall nur sicher ausgebildetet Kräfte hilfreich zum Auffinden einer vermissten Person beitragen können.

Uli + Lola

Mantrailer in Warendorf

Mehr Infos:

www.rettungshundestaffel-warendorf.de
www.brh.info